Elisabeth Schroedter, MdEP

Europa

Dossier: Das EP und die BürgerInnen

Unsere Fahrt nach Brüssel zum Europäischen Parlament

Eve-Marie Röseler

Das erste Mal trafen wir Elisabeth Schroedter, als sie zu uns nach Fürstenwalde kam und uns im "Park Club" (Förderverein für Jugend- und Kulturarbeit) besuchte, um mit uns zu diskutieren. Sie war offen für alle Themen, beantwortete unsere Fragen und gab uns viele hilfreiche Ratschläge. Am Ende des Abends hatten wir alle das Gefühl, dass uns die Diskussion viel gebracht hatte und behielten den Abend in guter Erinnerung. In den Herbstferien fuhren wir dann nach Brüssel zum Europäischen Parlament, wo wir die EU-Abgeordnete ein weiteres Mal treffen sollten. Wir hatten schon einige Tage in Brüssel verbracht und vieles, was die Stadt zu bieten hat, kennengelernt. Der Besuch bei Frau Schroedter im Europäischen Parlament sollte der Höhepunkt der Reise werden.

Vor dem riesigen Gebäude begrüßten uns zwei Assistentinnen Frau Schroedters, die uns kurz über den Ablaufplan informierten und Hefter gaben, in denen einige Berichte von Elisabeth Schroedter und Informationen zum Europäischen Parlament im Allgemeinen standen. Um in das Gebäude zu gelangen, mussten wir die Sicherheitskontrollen durchlaufen und bekamen dann unseren Besucherausweis in Form eines Kleideraufklebers. Danach wurden wir zu den Ausschusssitzungen gebracht, die wir uns als Besucher ansehen durften.
Auf dem Weg zu den Sitzungen bekamen wir einen ersten Eindruck von der Arbeit im Parlament, da überall auf den Fluren und Gängen Politiker in verschiedenen Sprachen diskutierten, was uns sehr begeisterte. Wir wurden alle in zwei Gruppen eingeteilt, weil wir zwei verschiedene Sitzungen besuchten. Die erste Gruppe besuchte die Sitzung des Umweltausschusses, der die Produktion und den Verkauf von Bio-Produkten sowie deren Preise innerhalb der EU erörterte. Die andere Gruppe ging zu dem Ausschuss der Außenpolitik, der den Fall eines Abgeordneten besprach, der unter schlechten Bedingungen im Ausland festgehalten wurde. In den Sitzungen waren Dolmetscher, die alles Gesagte in viele verschiedene Sprachen übersetzten, so dass alle Politiker in ihrer Landessprache reden konnten und die Zuhörer sie trotzdem verstanden. Das faszinierte uns sehr, da wir davon ausgegangen warern, dass die Sprache im Parlament Englisch war.

Nach ungefähr einer halben Stunde verließen wir die Sitzungen und unterhielten uns mit Elisabeth Schroedter. Dabei erfuhren wir interessante Dinge über die Beitrittskandidaten der Europäischen Union, den Euro, das Europäische Parlament und den Sacharowpreis, von dem viele von uns noch nie etwas gehört hatten. Sie erzählte uns auch von den vielen Möglichkeiten, die man als junger Mensch innerhalb der EU hat, was uns besonders interessierte. Nachdem wir uns eine Zeitlang unterhalten hatten, bekamen wir bis zum geplanten Abendessen noch ein wenig Freizeit.

Am Abend gingen wir zusammen mit Elisabeth Schroedter in einem gemütlichen Restaurant essen, was uns noch mal die Möglichkeit bot, sich mit ihr zu unterhalten. In der gemütlichen Atmosphäre entwickelte sich schnell ein Gespräch. Wir unterhielten uns über die Ereignisse des 11. Septembers, den Palästina- Konflikt, über den wir viel Neues und uns Unbekanntes erfuhren, über ihre Arbeit in Brüssel und Brandenburg, Schule und Abitur. Während der Unterhaltung wurde es nie langweilig, da sie für uns eine faszinierende Gesprächspartnerin war, die uns zuhörte und nicht müde wurde, jede auch noch so unwichtige Frage zu beantworten. Sie gab uns ein Stück ihrer Lebenserfahrung und viele Anregungen zum Weiterdenken und Diskutieren mit auf den Heimweg. Spontan sangen einige Jugendliche unserer Gruppe zum Abschied und als kleines Dankeschön ein Lied.

Müde und erschöpft, aber mit schönen Erinnerungen schliefen wir, kurz nachdem wir Brüssel in Richtung Heimat verlassen hatten, im Bus ein - jeder noch mit seinem Aufkleber vom Europäischen Parlament an seiner Kleidung. (Den Besucherausweis sieht man heute noch bei einigen Jugendlichen in Fürstenwalde an Jacken oder Rucksäcken gepinnt.)

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